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Burkhart Rüchel

TANZANIA
2018

arche-foto.com

mal wieder:

acht Wochen mit dem Fahrrad unterwegs...

Weniger ein Reisebericht, mehr eine Themen-Sammlung

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Seite II

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Arabische Gräber zwischen Bagamoyo und den Kaole Ruinen:

           

Ruine eines alten Hauses südöstlich Bagamoyo am Strand des Indischen Ozeans:

                 

Brücke über den Ruvu westlich Bagamoyo:

   

Abzweig zum Saadani-Nationalpark - unliebsame Erinnerungen an meine Afrika-Durchquerung 2016 werden wach. Hier kam ich ins Hochwasser....

In Mandera gibt es eine alte Mission. Leider ist es unmöglich Innenaufnahmen der früheren Wirtschaftsgebäude zu machen, hier stehen noch uralte, per Transmission angetriebene Maschinen. Da ein rigoroser Wachmann das untersagt - als ich nach Wochen noch einmal nachfrage dasselbe Resultat - wird es wohl keinerlei Überlieferungen hierzu geben.

                                                       

ehemalige Wirtschaftsgebäude:

               

Verkehrsopfer Schlangen - gut daß man denen nicht plötzlich im Busch begegnete:

 

Muheza:

Die frühere deutsche Boma ist auch heute noch Sitz der Lokalverwaltung. Das ursprüngliche Gebäude ist wegen mehrfacher Anbauten kaum noch zu erkennen, die früheren Außenwände sind nun innerhalb des Hauses. Irgendwo habe ich auch noch ein historisches Foto, werde es bei Gelegenheit mit einfügen.

                                               

Bahnhof:

Den Bahnhof fotografierte ich bereits 2016 ausgiebig (siehe hier).

Bahnhofsgebäude:

                 

Diensträume:

                           

obere Etage:

                         

Im unteren Teil des Bahnhofsgebäudes hat sich in einem ungenutzten Raum eine Art Gemeinde etabliert (Tonaufnahme):

   

Bahnhofs-Gelände:

                                                           

Güterschuppen:

         

Lokschuppen, Werkstatt:

         

zum Abriss vorgesehen:

     

Häuser für Bahnarbeiter

     

Signal an der Kreuzung Bahnlinie / Straße nach Amani

               

einige Stadt-Ansichten:

                             

früheres deutsches Hospital:

Teilweise sind in die aktuellen Sanierungsarbeiten alte Gebäudereste mit integriert und somit erhalten worden.

                                                                                                   

Gebäude im Umfeld des Hospitals, seinerzeit vielleicht Wohnhäuser der Ärzte und ihrer Familien oder von Beamten der Boma.

   

Muheza Gericht:

   

Peter und Familie:

       

Als historisch interessierter Reisender in Tanzania unterwegs bekommt man häufig Angebote "Schätze" heben zu sollen. Das heißt im Klartext: Wieviel zahlt man wenn einem ein Platz gezeigt wird an dem die Deutschen seinerzeit ihre Wertsachen vergraben haben? In der Regel wird man dann zu irgendeinem Tümpel, Grube etc. geführt in dem angeblich alles liegen soll. Nur Trottel fallen auf so etwas herein und zahlen vorab für solche "Tipps". Wenn dort wirklich etwas wertvolles vergraben sein soll - warum bergen die Leute das nicht selbst???
In all den Jahren traf ich nur einen einzigen Tanzanier dessen Angaben man trauen konnte. Die beiden Männer hier beteiligen sich immerhin mit an den Grabungsarbeiten. Wie zu erwarten ist nicht weiter zu finden als moderner Müll. Lieber kaufe ich Dinge an als mich auf zweifelhafte Aktionen solcher Art einzulassen. Wer einmal in harter afrikanischer Erde gebuddelt hat weiß wie mühsam das ist.

Weg nach Pangani:

         

Bushiri Dorf:

Farmbetrieb:

           

Ruine früheres deutsches Hospital:

                                 

Buschiri Haus:

Buschiri bin Salim (auch: Abushiri ibn Salim al-Harthi), einer der Führer des Araber-Aufstandes, soll seine "Festung" auf einem Berg oberhalb der Fluss-Schleife des Pangani gehabt haben. In Europa wäre diese beherrschende Höhe mit Sicherheit Standort einer Burg gewesen. Leider existiert von der Festung Buschiris gar nichts mehr, nicht einmal Fundamente wie ich nach Besichtigung der Keller des heute dort stehenden Wohnhauses feststelle. Sicherlich waren alle Bauten und Befestigungen aus Holz errichtet. Nur eines der beiden Häuser am Zugang zur Bergspitze ist etwa 100 Jahre alt, Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude sind wesentlich jüngeren Datums, errichtet anscheinend in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bestimmt einmal von einem weißen Farmer erbaut verfällt nun alles wieder. Nur der alte Baobab-Baum stammt noch aus Buschiris Zeit.

     

     

Wirtschaftsgebäude, Werkstatt:

             

Wohnhaus und Nebengebäude:

                       

Pangani:

Mehrere Tage verbringe ich in Pangani. Mich interessieren natürlich vornehmlich historische Bauten und Einrichtungen. Die vielen Fotos der Gebäude und Fundstellen könnte ich mittels interaktiver Karte präsentieren, quasi als virtuelle Stadtführung.

                                                     

Feier:

Leider konnte ich den Anlaß dieser Feier nicht erkennen - die Musik aus einer großen Anlage war einfach zu laut um jemanden fragen zu können. Zuerst dachte ich an eine Hochzeit, doch war nirgendwo ein Bräutigam zu erkennen. Anhand der Gewänder erkennt man arabisch-indischen Kultureinfluß.

       
         

historische Fotos:

                   

Früheres kaiserliches Zollamt, errichtet 1892. Auch heute noch Zollstation. Im Erdgeschoss links befand sich die kaiserliche Post:

                 

Ruine links vom Zollamt, hinter der Moschee - Rashad Haus / Kombo Haus:

                                             

Old Ibadhi Mosque, Moschee rechts am Zollamt. Hinter den modernen Fliesen sind alte Mauerreste zu erkennen.

   

Ruine rechts vom Zollamt - Al Kasaby CCM building:

                                           

Ruine Haus Ostafrikanische Gesellschaft / Pangani Industries building:

                             

Rehema Abdul House, Heritage Centre Pangani, Museum:

Dieses Haus wurde mit Mitteln der US-Botschaft restauriert. Man bekommt einen guten Eindruck wie solche alten Araber-Häuser innen aussahen. Einige Tafeln geben Auskünfte über die Geschichte Panganis. Wenige bescheidene Exponate sind in zwei kleinen Vitrinen ausgestellt.

Nachdem ich eines Tages einige hundert Patronenhülsen aus der deutschen Kolonialzeit fand wollte ich dem Museum mehrere davon kostenlos überlassen, doch der Leiter der Einrichtung meinte er müsse erst seinem Chef in Daressalaam fragen ob er solche Schenkung entgegen nehmen könne - ich solle morgen noch mal wieder kommen. Nachdem ich am nächsten Tag den gleichen Spruch zu hören bekam unterließ ich weitere Versuche deren Sammlungen ergänzen zu wollen. Stattdessen erhielt dann die Tourist-Info 172 Patronenhülsen (meist Modell M71).

                         

           

Schrotthaufen am Hafen:

     

ehemaliges Bismarck-Denkmal:

   

Abdissalam building:

 

Tischlerei:

Man beachte das Staubtuch als Atemschutz. Arbeitsschutz sieht man in Tanzania sehr, sehr selten.

   

Dicker Fisch:

Dieser große Fisch wird mit einem Trike angefahren um ihn wiegen zu lassen. Mit viel Mühe von der Ladefläche gezerrt gelingt es erst nach vielen Versuchen mittels untergelegten Brettern sein Gewicht zu ermitteln. Anschließend wuchtet man ihn wieder auf die Ladefläche.

 

Bohora Moschee und Seminar:

           

Schiffsbauer / Abwracker:

Ursprünglich vielleicht einmal eine kleine Werft wird hier wohl eher nur noch abgewrackt, bestenfalls mal etwas repariert.

                                   

Tourist-Info:

Die Tourist-Info am Busbahnhof vermittelt Stadtführungen. Sie haben hier einige Fundstücke zusammen gesammelt. Der sogenannte "Mr. Hot Hot" bleibt in unangenehmer Erinnerung...

         

Pangani Boma - ehemaliges kaiserliches Bezirksamt:

Ostseite, Haupteingang:

                         

Südseite:

       

Westteil:

Im verfallenen Südwestteil der Boma liegt unter anderem die alte Trophäe eines Büffelschädels, sicher früher einmal Dekoration in der Boma gewesen und nun auf den Müll geworfen. Wer weiß welcher Prominente diesen Büffel einst erlegte und der Boma vermachte?

                             

Nordseite, mit Zugang zum Hof:

     

Hof:

                   

Erdgeschoss:

                       

Obergeschoss:

                             

Dach:

   

Ehemaliges Wohnhaus des Bezirksamtmannes / Haus District Administrative Secretary (DAS´s-Haus):

             

Nebengebäude:

             

historische Bebauung in der India Street:

                                       

Polizei-Station:

Hier befand sich zu deutscher Zeit die Kaserne der Polizei-Askari. Auch heute ist hier die Polizei Panganis stationiert, das ganze Areal wird von ihr, auch zu Wohnzwecken, genutzt. Am südlichen Rand befinden sich noch Reste der Askari-Wohnhäuser aus deutscher Zeit. Leider war es nicht möglich diese zu fotografieren. Nur am Nordrand gelangen einige Aufnahmen.

 

Ehemaliges REGAL Cinema:

Im Erdgeschoss befindet sich noch ein kleinen Laden für KFZ Ersatzteile.

                     

Frühere deutsche Bildungseinrichtung, später britisches Hospital:

Wie in jeder Ruine hat sich auch hier eine Kolonie Fliegender Hunde eingenistet.

                                                                   

Doktor-Haus:

                                   

Früheres Gouvernement Gästehaus:

           

Deutscher Friedhof:

                                         

Fähre und Fähranleger:

           

Der südliche Stadtteil Bueni, am Südufer des Pangani:

Die Fähre über den Pangani verkehrt sehr häufig, die Überfahrt ist sehr billig.

 
                         

Ruine Sklaven-Gefängnis:

           

Fischer:

 
       

Moschee MASJID AHLE- BAYT in Mashado Village:

Der islamische Einfluss nimmt auch in Afrika stark zu, das ist im volkreichen Tanzania sowie auch im dünn besiedelten Namibia gut zu beobachten. Vor allem mit sozialem Engagement sowie der Errichtung unzähliger Moscheen und Bildungseinrichtungen. Erkennbar an den an den Bauwerken angebrachten Jahreszahlen ihrer Errichtung. Hier natürlich nur eine bescheidene Moschee für einige Bauern südlich Panganis.

 

Ras Muheza:

Dieser Turm der Araber - einer von einer ganzen Kette die ostafrikanische Küste entlang - diente der Überwachung von Küste und Seeverkehr. Möglicherweise wurden von Turm zu Turm auch Nachrichten übermittelt.

Offensichtlich fanden vor nicht langer Zeit hier umfangreiche archäologische Grabungen statt. Einige Geländeabschnitte wurden weiträumig gerodet und die Erdoberfläche umgegraben, der Boden ist übersäht mit unzähligen Tonscherben.

                                 

Ras Kikokwe:

Hier befand sich ein weiterer Turm der Araber zur Überwachung von Küste und Seeverkehr. Es existiert nur noch eine hohe Steinstele sowie der Stumpf einer Art Säule. Neben dieser befindet sich ein mehrere Meter tiefes Loch.

               

Gefechte der Wissmann-Truppe gegen die aufständischen Araber 1889:

Ich besuchte einige auf der Gefechtsskizze eingezeichnete Orte. Wegen extrem dichten Busches konnten im weiträumigen Gelände selbst keine Belege damaligen Geschehens gefunden werden.

 

Bucht der Landungstruppe Kolonne I die den Ras Muhesa (Punkt a) besetzte:
           

Landungsstelle der Landungstruppen Kolonnen I, II und III an einer Bucht westlich des Ras Kikokwe:
 

Hier möchte ich einmal meine diversen Funde aus Pangani und Umgebung vorstellen. In mehreren Stunden sammelte ich innerhalb eines Geländeabschnittes eine Handvoll Perlen zusammen, viele davon stammen aus der Swahili-Periode zwischen 1250 und 1500. Neben mehreren hundert deutschen Patronenhülsen (meist Model M71) fand ich viele Keramik- und Porzellanscherben unterschiedlicher Kulturkreise an denen sich u.a. die alten Handelsbeziehungen zwischen etwa Holland sowie auch China mit Ostafrika nachweisen lassen (Scherben alten chinesischen Porzellans fand ich übrigens auch in Namibia). Chinesisches Porzellan wird bereits seit mehreren hundert Jahren in alle Welt exportiert.

   
                     
     

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