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Burkhart Rüchel

TANZANIA
2017

arche-foto.com

mit Auto, Eisenbahn und Fahrrad durchs ehemalige Deutsch Ostafrika

Seite I

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Ursprünglich als eine 7-wöchige Recherche-Reise "auf den Spuren der deutschen Schutztruppe im Ersten Weltkrieg im früheren Deutsch Ostafrika" geplant trennte ich mich nach 2 Wochen von meinen Reisepartnern. Unsere Ansichten, Vorstellungen und Ambitionen waren einfach zu unterschiedlich, auf Einzelheiten mag ich hier nicht weiter eingehen.

Dieses Mal gibt es keinen chronologischen Reisebericht. Insgesamt entstanden ungefähr 11.500 Fotos. Das Material hier ist nach Orten und Themen geordnet. Wie viele wissen ist es in Tanzania, wohl aufgrund längst überholter Sicherheitsvorstellungen - die ostdeutsche Staatssicherheit schulte damals den tanzanischen Geheimdienst der offensichtlich auf dem Niveau von vor 1989 stehen geblieben ist - sehr schwer zu fotografieren. Gerade bei öffentlichen Gebäuden werden diese Verbote meist rigoros durchgesetzt, macht man schnell Bekanntschaft mit den entsprechenden Sicherheitskräften. So verbrachte ich in Morogoro insgesamt 8 Stunden in zwei verschiedenen Polizei-Dienststellen! Trotzdem entstanden teilweise spektakuläre Aufnahmen die mit Sicherheit einzigartig sind - so etwa von der früheren deutschen Boma in der Landeshauptstadt Dodoma, heute Sitz der Garde des Premierministers...

Da es ja leider mit den "Spuren der deutschen Schutztruppe" nichts geworden ist habe ich mich mehr mit der Eisenbahngeschichte Tanzanias beschäftigt. Hauptsächlich dokumentierte ich Bahnhöfe und -Einrichtungen der ostafrikanischen Zentralbahn Daressalaam-Kigoma, außerdem der Linie Tabora-Mwanza. In Daressalaam noch ein kleines Stück der von Chinesen erbauten Tazara-Bahn.

Nach meiner Rückkehr nach Berlin erwartete mich zu Hause neben einem kapitalen Wasserschaden noch eine Räumungsklage infolge dessen ich gezwungen bin mir eine neue Wohnung zu suchen. Es wird also eine Weile dauern bis dieser Beitrag hier fertig wird...

Daressalaam, frühere Landeshauptstadt

Daressalaam ist heute eine moderne Großstadt mit nur noch wenig altem Baubestand. Neben mehreren Gebäuden aus der deutschen Kolonialzeit, vor allem frühere administrative sowie Funktions- und Repräsentationsbauten wurde vor allem in den 1930er Jahren vieles abgerissen und neu bebaut, ebenso in den 1950ern. Im Zentrum bestimmen natürlich moderne Hochhäuser in Stahl/Glas/Beton das Stadtbild.

                         

Historische Gebäude im Stadtbild, meist aus den 1930-50er Jahren:

                                               

früheres kaiserliches Regierungsgebäude:

     

   

Gouverneurs-Palast:

                 

früheres kaiserliches Bezirksamt:

     

früheres kaiserliches Zollamt:

         

   

protestantische, evangelische Kirche:

     

   

Katholische Mission der Weissen Väter:

   

Hafen:

               

   

früheres deutsches Hospital, heute Krankenhaus (Bilddokumentation in Bearbeitung):

   

     

frühere deutsche Landes-Kultur-Abteilung, heute Sitz der Weltgesundheitsorganisation WHO (Fotos in Bearbeitung):

   

 

     

Stadthalle (Bilddokumentation in Bearbeitung):

 

Askari-Ehrenmal:

       

This is to the memory of the native african troops who fought:
to the carriers who were the feet and hands of the army: and to
all other man who served and died for their King and
country in eastern africa in the great war

1914-1918

If you fight for your country even if
you die your sons will remeber your name

 

Bahnhof der Tanzania Railways Limited, ostafrikanische Zentralbahn (Fotos in Bearbeitung): (mehr Details zur Eisenbahn hier)

       

     

Eisenbahn-Werkstätten TRL:

       

Eisenbahn-Anlagen TRL:

               

Weitere historische Aufnahmen aus der deutschen Zeit in Daressalaam:

                                                   

Morogoro

In Morogoro fotografiere ich den Eingang des Geländes auf dem sich der frühere deutsche Verwaltungssitz befand. Heute sitzt hier die Lokalverwaltung. Da von hier aus kaum etwas von den historischen Bauten zu sehen ist versuche ich von der Seite, über die Mauer, eine bessere Ansicht zu bekommen, doch ist alles zugewachsen. Als ich zur Straße zurück gehe laufe ich zwei Sicherheitsleuten in die Arme die mich mit auf das Polizeigelände gegenüber nehmen. Auf dem Weg zu dessen Chef gelingt es mir noch die letzten Aufnahmen zu löschen. Ich biete an die beiden Fotos vom Eingang zu löschen, doch es heißt ich soll auf die Polizeiwache.
Lange werde ich hier festgehalten, als kein Fahrzeug aufzutreiben ist das mich zum örtlichen Polizeistützpunkt bringen soll fahren wir - ein Bewacher hat sich meine Kamera umgehängt - auf Motorrädern zur Hauptwache. Dort dauern die Vernehmungen - insgesamt 6 Stunden - bis Mitternacht, ein Protokoll wird angefertigt, dann bringen mich 4 Herren (keiner der Leute hatte seinen Namen, Dienstrang oder Funktion genannt) zum Hotel zurück. Pass und Kamera werden einbehalten (immerhin erfährt man hier aus dem Beschlagnahme-Protokoll den Namen eines der Vernehmer) und man bestellt mich zum nächsten Morgen wieder in die Wache.
Dort ist dann bereits nach 2 Stunden zu Befragung zu Ende und ich bekomme Paß und Kamera zurück nachdem ich die beiden Aufnahmen vom Haupteingang der Lokalverwaltung löschte.
Man ist als alter Ostdeutscher stark an die Methoden der Stasi in der DDR erinnert, auch dort wurde man häufig "zur Klärung eines Sachverhaltes" wie es hieß: "zugeführt", mit unsicherem Ausgang! Man hat ja Verständnis für die tanzanischen Sicherheitsbelange, ich muß im Nachhinein auch sagen daß die Beamten sich alle mehr oder weniger korrekt verhalten haben - doch sind 8 Stunden unverhältnismäßig, muß sowas wirklich so lange dauern? Na, mir ist das eine Lehre und ich gehe das Fotografieren in Zukunft ganz anders an...

Altes Haus am Sitz der Lokalverwaltung:

     

           

Bahnhof: (mehr Details zur Eisenbahn hier)

   

                                         

Kriegerdenkmal für Gefallene des Ersten Weltkrieges in Deutsch Ostafrika:

Es gibt nur wenig deutsche Gräber, die meisten sind von Soldaten der früheren Kriegsgegner. Einige Zivilisten ohne Bezug zum Ersten Weltkrieg sind ebenfalls hier begraben.

                         

Von Morogoro aus geht es nach Mlali. Hier fanden vom 24.-26. August 1916 Gefechte zwischen belgischen und britischen Invasoren mit der deutschen Schutztruppe statt.

einige Landschaftsaufnahmen:

         

Mlali:

             

In Mlali streife ich bei der Brücke über den gleichnamigen Fluss eine ganze Weile durchs Gelände, allerdings ist nicht das geringste zu entdecken. Im Dorf frage ich mehrere Männer nach alten Relikten der Kämpfe. Jemand wird angerufen der sein Kommen zusagt, jedoch lange nicht erscheint. Erst als wir längst wieder auf dem Rückweg sind stoppt uns ein Mann der von zu Hause den alten Löffel und die Patrone holte und uns nun zeigt.

   

Von Mlali aus geht es nach Turiani, von dort zum Luita Berg wo es 1917 ebenfalls zu Kämpfen zwischen britisch und belgischen Truppen mit der deutschen Schutztruppe kam.

                               

Zoissa,

unterhalb des Luita hill. Hier sprechen wir mit dem chairman des Ortes (so eine Art Dorfschulze), lassen uns beim executive officer registrieren. Am Dorfrand bauen wir unsere Zelte auf, natürlich ist unweit die "Dorfdisco" und es geht lange entsprechend recht laut zu...

   

                   

Dodoma, heutige Landeshauptstadt

             

Katholische Kirche:

       

Kriegsgräberstätte:

                   

Auf dem Soldatenfriedhof sind auch einige zivile Gräber, außerdem ist nebenbei noch ein kleiner Friedhof.

       

© Burkhart Rüchel© Burkhart RüchelDie vor der Reise noch schnell gelieferten Bundeswehr Feldstiefel (verkauft als: Original Kampfstiefel Tropenstiefel) geben bereits nach ca. 10 Tagen den Geist auf! Die Sohle des einen Schuhs löst sich ab. Ein Schuster klebt die wieder an, natürlich hält das nur einige Tage. Später dann in Tabora löst sich auch beim zweiten Stiefel die Sohle, auch dort klebt ein Schuster das Ganze wieder zusammen - mit dem gleichen Ergebnis. Muss also wieder mit Sandalen touren...
Die große Bundeswehr-Tasche taugt ebenso nichts, der Reissverschluss ist nach kurzer Zeit defekt. Wenn so das Material beschaffen ist mit dem unsere Jungs in die Einsätze geschickt werden kann ich mir diese gut vorstellen. Bestimmt ist bei allen Skandalen um die Ausrüstung der Bundeswehr etwas dran! Von der Führung der Truppe einmal ganz abgesehen...

Bahnhof: (mehr Details zur Eisenbahn hier)

Bahnhofsgebäude:

                                       

                                                                                                                                                                                           

Alte Boma, heute Sitz der Garde des Premierministers (weitere Fotos in Bearbeitung):

 

Evangelisch Lutherische Kirche:

   

   

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